Caritas Kinderdorf Irschenberg
Caritas - Nah. Am Nächsten.

Geprüft und empfohlen

Betreutes Einzelwohnen (BEW)


Aufnahmealter
Jugendliche ab 16 Jahren

Art der Gruppe
Einzelbetreuung

Platzzahl
Insgesamt zehn Plätze

Caritas-Kinder-Jugend und Familienhilfe Rosenheim
Stollstraße 10
83022 Rosenheim
Tel. (0 80 31) 2340700 Fax (0 80 31) 2340720 E-mail: uli.meyrl@caritasmuenchen.de


Caritas-Kinder-Jugend und Familienhilfe Miesbach
Bad Tölz-Wolfratshausen
F.-u.J.-Wallach-Str. 12
83714 Miesbach
Tel. (0 80 25) 28 06 52
Fax (0 80 25) 99 34 56
E-mail: sonja.wach@caritasmuenchen.de





1. Kurzbeschreibung

Aufgenommen in die Jugendwohngruppe werden Jugendliche ab 16 Jahren (männlich und weiblich), die auf Grund ihrer Lebenssituation nicht mehr in ihren sozialen Systemen (Herkunftsfamilie, Heimeinrichtung, Pflegefamilie etc.) verbleiben können oder wollen und einer Unterbringung in einer Jugendwohngruppe nicht mehr bedürfen - oder diese ablehnen. Die Dauer der Maßnahme wird durch das Erreichen der vorab definierten Ziele bestimmt. Eine Grundmotivation des jungen Menschen sollte sein, seine schulischen und beruflichen Ziele umsetzen zu wollen und konstruktiv mit der Betreuungsperson zusammenzuarbeiten.

Was uns wichtig ist

Alle aufgenommenen Jugendlichen erhalten eine umfassende Betreuung und Beratung bis zur Entwicklung realistischer Zukunftsperspektiven ( Selbständigkeit). Die jungen Menschen sind aufgefordert, sich an der Organisation und Gestaltung ihres Lebensraumes zu beteiligen und sich für eigene Belange aktiv einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Die Förderung lebenspraktischer, persönlicher und sozialer Kompetenz der Jugendlichen steht im Vordergrund der Arbeit.

Unser pädagogisches Selbstverständnis

Im Betreuten Einzelwohnen arbeitet der Betreuer überwiegend als Berater mit dem jungen Menschen zusammen. Der Betreute trifft eigenverantwortlich Entscheidungen - und erlebt deren Auswirkungen. Erfolge und "Mißerfolge" sind Grundlage, Verhalten und Entscheidungen zu überdenken, um deren Auswirkungen nachzuvollziehen. Individuelle Regelungen werden gemeinsam mit dem Jugendlichen erarbeitet. Der junge Mensch wird so zum aktiven Gestalter der Jugendhilfemaßnahme.

Wie wir leben - Unsere Infrastruktur

Die BEW-Wohnungen werden individuell nach Bedarf des Betreuten angemietet. Hierbei werden die Lage der Ausbildungsstätte oder Schule sowie seine eigenen Wünsche berücksichtigt. Die Regionalbüros Rosenheim und Miesbach sind Anlaufstellen für die Betreuten im BEW.

Unsere Mitarbeiter / Betreuungszeiten

Der Betreuungsumfang wird entsprechend der individuellen Situation festgelegt: Zu Beginn sind es etwa zwei bis drei Kontakte pro Woche zwischen Betreuer und jungem Erwachsenen mit etwa zehn Wochenstunden. Die wöchentlichen Beratungen werden bei einem erfolgreichen Verlauf der Betreuungsmaßnahme entsprechend reduziert.

2. Leistungen - Angebote


Das Caritas-Kinderdorf Irschenberg stellt die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen und einschlägigen Richtlinien sicher. Wir gewährleisten die Umsetzung der Rahmenleistungsvereinbarung für die stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern in vollem Umfang. Die Schwerpunkte unserer Angebote seien nachfolgend kurz vorgestellt:

Betreuung und Beratung der jungen Menschen
  • Sicherstellung regelmäßiger Betreuung, mindestens zwei Kontakte pro Woche als Ausgangsbasis 
  • Hinführung zu einer eigenverantwortlichen Alltagsbewältigung in allen Lebens-bereichen (Wohnungssuche, Ausbildung/Schule, Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Gesundheit, Freizeitgestaltung, Partnerschaft, Behördengänge) 
  • Förderung der sozialen Kompetenz und Unterstützung sozialer Integration (im Umgang mit Nachbarn und Freunden) 
  • Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung 
  • Beratung und Intervention bei Konflikten und Begleitung bei persönlichen Krisen 
  • Individuell angelegte Einzelbetreuung in und außerhalb der Wohnung des jungen Menschen 
Arbeit mit Eltern und Angehörigen
  • Elternarbeit hat hohe Priorität! Das Konzept der Elternarbeit wird ständig weiterentwickelt. 
  • Kooperative Zusammenarbeit mit Eltern, Angehörigen und wichtigen Bezugspersonen des Jugendlichen ("Allgemeine Elternarbeit"). 
  • Begleitung der Kontakte zwischen Eltern und jungem Menschen, soweit erforderlich 
  • Gespräche mit dem Jugendlichen über seine Kontakte mit den Angehörigen 
Erziehungs- und Hilfeplanung
  • Festgelegtes Aufnahmeverfahren 
  • Erarbeitung individueller Erziehungsziele 
  • Methodische Umsetzung der Erziehungsplanung 
  • Regelmäßige Reflexion sowie Dokumentation des kindlichen Entwicklungs- und Erziehungsprozesses 
  • Mitwirkung an der Erstellung und Fortschreibung des Hilfeplans 
  • Hilfe bei der Vermittlung von Beratung und Therapie 
Unterstützung und Förderung schulischer und beruflicher Ausbildung
  • Unterstützende Begleitung der Schul- und Berufsausbildung 
  • Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und Eingliederung in schulische oder berufliche Ausbildungen 
  • Hilfe beim Übergang von Ausbildung ins Berufsleben (einschließlich Arbeits-platzsuche), darunter auch Hilfe bei Erstellung von Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen 
  • Erarbeitung alternativer Hilfen bei erfolglosen Eingliederungsversuchen in den Arbeitsprozess 
Qualitätsentwicklung
  • Regelmäßige Team- und Fallbesprechungen 
  • Regelmäßige Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeiter 
Ehemaligenarbeit

Nach Bedarf Kontakt- und Unterstützungsangebote

3. Fachdienst des Caritas-Kinderdorfes Irschenberg

  • Diagnostik, Therapie und Mitarbeiter-Beratung durch einen Psychologen 
  • Heilpädagogische Gruppenarbeit mit einer Sozialpädagogin 
  • Freizeitpädagogik, vermittelt von einem Sozialpädagogen 
  • Heilpädagogisches Reiten unter Anleitung einer erfahrenen Reittherapeutin (nach Vereinbarung) 
  • Weitergehende Angebote: Psychomotorik-Gruppen im Hause sowie Logopädie (über die Private Schule) 
4. Schule / Ausbildung

  • Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum des Kinderdorfes mit Diagnose-/Förderklassen (ab Klasse 1, 1a, 2), sowie Klassen zur "individuellen Lernförderung" und zur "individuellen Sprachförderung" (jeweils Klassen 3 - 6) 
  • Grundschule in Irschenberg (nur 500 Meter vom Kinderdorf entfernt) 
  • Haupt- und Realschule sowie Gymnasium in Miesbach (etwa 7 km Wegstrecke) 
  • Schule zur individuellen Lernförderung in Hausham (etwa 13 km) 
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk St. Zeno in Kirchseeon 
  • Praktika und Berufsausbildungen in Betrieben der näheren Umgebung. 
5. Netzwerk - Was wir bieten können
  • Kindergarten auf dem Gelände 
  • Frühförderung der Lebenshilfe 
  • Niedergelassenen Ärzte und Therapeuten 
  • Weitere soziale Dienst in der Umgebung 
  • Ortsansässige Betriebe  



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